Seelsorge

"Ich kann nicht mehr! Ich möchte mit jemandem reden. Ich brauche Hilfe!" - Jeder von uns kann eine Lebensphase erleben, die schwer ist. Eine Krise. Ein Weg, auf dem man keinen Ausweg sieht.

 

Seel-Sorge bedeutet: Sorge um die Seele. Sorge um das, was mich im Innersten ausmacht. Sorge um mein Leben. Hilfe in Situationen, die mir die Kehle zuschnüren, die mir die Luft nehmen, die mich nachts nicht schlafen lassen...

 

Seel-Sorge kann aber auch  bedeuten: An relativ normalen Tagen für seine Seele zu sorgen, etwas wieder auf Spur zu bringen, sich orientieren, sich informieren, sich zu versorgen mit dem, was hilft... 

 

Gut, wenn man Menschen hat, mit dem man sprechen kann. Eine Person, die zuhören und erfassen möchte. Ohne sofort zu (ver)urteilen. Ohne zu schnell zu raten. Eine Person, die das Anvertraute bei sich behalten kann.

 

In unserer Kirchengemeinde gibt es Menschen, die dazu zur Verfügung stehen. Einige von ihnen haben eine gewisse Ausbildung gemacht. Einige erscheinen vom Typ her und aufgrund von Erfahrungen vertrauenswürdig.


Wenn Sie mit jemandem sprechen möchten, melden Sie sich gerne bei Pastor Detlef Beneke, bei Kirchenvorstehern, bei Diakonin Andrea März  oder anderen Personen Ihres Vertrauens. Manchmal kommt es vor, dass Menschen kommen und sagen: "Ich möchte, dass jemand mit mir betet" oder "Ich möchte, dass mich jemand segnet" - Auch dafür sind wir da.

 

Können die unten folgenden Seelsorge-Einrichtungen eine weitere Hilfe sein? Vielleicht ist es gut, sich zunächst klar zu machen, in welchem Bereich das Problem liegt:

 

-Habe ich körperliche Beschwerden oder psychische?

-Was haben Fachleute (Ärzte, Therapeuten, Berater, Familie, Freunde...) bisher dazu gesagt?

-Geht es um Schuld, Missverständnisse, Streit in Familie, Nachbarschaft, Gemeinde?

-Brauche ich ein Gespräch oder eine Begleitung über einen längeren Zeitraum?

-Schlafe ich schlecht? Wie lange schon? Habe ich Depressionen?

-Geht es um Tod, Trennung und Trauer?

-Kann durch praktische Hilfeleistung etwas verbessert werden?

-Würde mir eine Gruppe von Menschen mit ähnlichen Erfahrungen gut tun?

 

Seelsorge im Mitmachen

Viele Wunden heilen nicht schnell. Es nicht damit ge-tan, ein schnelles "Pflaster" darüber zu kleben. Man-ches muss genauer angeguckt werden und braucht Zeit.

 

Und doch gibt es auch die Erfahrung: Wenn ich nicht nur auf meine Wunde schaue, sondern auf das, was ich noch kann, tut mir das gut.

 

Es tut weh, ohne den geliebten Ehepartner zu leben, aber manchen tut es gut, in einem Kreis andere zu treffen, die dies Schicksal teilen. Es ist eine Lebenseinschränkung, dass durch eine bestimmte Krankheit manches nicht mehr möglich ist, aber manchen tut es gut, sich in der Kirchengemeinde zu engagieren und zu erleben: "Aber ich kann doch noch was!"  

 

Im Jona-Kreis, im Besuchsdienst, beim Frauenfrühstück, im Seniorenkreis, im Gottesdienst, im "Halbzeit"-Team, beim Austragen des Gemeindebriefes, als Köchin auf einer Freizeit, beim ganz prak-tischen Helfen und Anpacken... - Menschen machen die Erfahrung: Anderen geht es ähnlich. Und wenn ich einmal bewusst für einen Moment von meinem Problem weggucke und anderen eine Freude mache, geht es mir am Ende des Tages besser.

 

Probleme zu verdrängen, ist nicht gut. Aber wenn Menschen erfahren, dass eine positive Ablenkung gut tut? - Das ist kein Patentrezept, aber wir laden ein, das in unseren Gruppen, Kreisen und Aktionen zu probieren.


Telefon-Seelsorge

Die Telefon-Seelsorge ist rund um die Uhr für Ratsuchende am Telefon da. Nach vorheriger Vereinbarung auch im Chat.

 

Anonym. Kostenfrei. Kompetent. 24 Stunden

 

Telefon: 0800/1110111

               0800/1110222

 

Chat-Seelsorge

Die Chat-Seelsorge ist ein Angebot, per Internet Kontakt mit Seelsorgern aufzunehmen.

 

Krankenhaus-Seelsorge

Elbeklinikum Stade und Buxtehude

 

Pastorin Elke Oltmanns-Kück
Tel. 703 20 60


Diakonin Wilma Strudthoff
Tel. 703 20 60


Altenheimseelsorge

Seniorenresidenz Ahlerstedt

 

Pastorin Hanna Rothermund

Harsefeld

Tel. 04164 811511   

hanna.rothermundt@evlka.de


Hospiz

Die Hospizbewegung setzt sich für liebevolle und würdige Begleitung von schwerkranken und sterbenden Men­schen sowie deren Angehörigen ein. Der Einsatz von Hospizhelferinnen und -helfern geschieht unabhängig von Religion, Nationalität, Weltan­schauung und Art der Erkran­kung. Aktive Sterbehilfe widerspricht dem Hospizgedanken.


Hospizgruppe Harsefeld

Wilhelm Pillon

Telefon 04164 / 4648

hospizgruppe@kirche-harsefeld.de


Hospiz zwischen Elbe und Weser

Engeoer Wäldchen 2
27432 Bremervörde

04761- 92611-25

www.hospiz-elbe-weser.de

Notfall-Seelsorge

Ein Unfall an der Kreuzung, drei schwer verletzt, einer tot...  Ein Zug ist entgleist... Eine Frau ist plötzlich zu Hause gestorben, die Polizei hat die Einschätzung, der alleine zurück bleibende Mann muss begleitet werden... Ein Mann will wutentbrannt das Haus anzünden, in dem noch andere wohnen... -

 

In solchen Fällen ruft die Leitstelle die Notfallseelsorge. Wer dann das Handy hat und "dran" ist, muss schnell überlegen: "Kann ich eine/n Kollegen/in anrufen, der/die näher am Unfallort ist? Sonst muss ich hin. Mitten im Konfirmandenunterricht. Was mache ich mitten auf einer Beerdigung?"

 

Notfall-Seelsorge muss gut organisiert sein, verlässlich und schnell. Im Kirchenkreis Buxtehude gibt es dieses Netz von Pastorinnen und Pastoren, die im Notfall ihr Bestes geben.

Weitere Seelsorge-Angebote

Es gibt Seelsorge, die stärker mit der Kirchen-gemeinde in Verbindung gebracht wird, und Seelsorge, die in anderen Bereichen von großer Bedeutung ist. Manchmal haben sie miteinan-der zu tun, ohne dass das sofort öffentlich sichtbar wird.

 

Gefängnisseelsorge, Militärseelsorge, Familien-seelsorge, Schulseelsorge Bahnseelsorge, See-mannsseelsorge, Sexualseelsorge, Kinder- und Jugendseelsorge, Blinden- und Taubblindenseel-sorge, Messe- und Flughafenseelsorge, Gebärdensprachliche Seelsorge, Polizeiseelsorge, HIV- und AIDS-Seelsorge, Schwerhörigenseelsorge.....

 

Siehe "Seelsorge" auf der Homepage der Hannoverschen Landeskirche.